Samstag, 18. Februar 2023

Rezension: Samantha & Marshall von Katharine McGee


Titel: Samantha & Marshall







Originaltitel: Majesty








Autor*in: Katharine McGee (USA)



Reihe/Band: American Crown #2


Kapitel: 27                                                             Seiten: 368


Verlag: Fischer Sauerländer


Erscheinungsdatum: 29.06.2022


Genre: Romance


Protagonist: Beatrice, Samantha, Nina, Daphne     Spielort: Washington D.C.




Klappentext:

Beatrice ist Amerikas erste Königin. Ein Leben lang hat man sie ermahnt, der Krone zu gehorchen und die Tradition zu wahren. Doch niemand hat sie darauf vorbereitet, wie groß die Verluste sein würden, die dieses Schicksal einfordert. Ihre Schwester Samantha hingegen hätte die Bürde des Throns gerne auf sich genommen, um nicht ein Leben lang in Beatrices Schatten stehen zu müssen. Gebrochene Herzen und Intrigen gilt es zu überstehen, bis Beatrice einsieht: Sie muss der Krone nicht gehorchen, sie ist die Krone. Und der Beginn eines neuen Zeitalters liegt in ihren Händen …

Meine Meinung:

Zunächst einmal zu Cover, Titel und Inhalt. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, warum der Original-Titel nicht übersetzt wurde und stattdessen Samantha & Marshall ausgewählt wurde. Natürlich geht es im Buch schon auch um die beiden, aber es gibt noch drei weitere Protagonistinnen, dasselbe war mir auch schon beim Vorgänger aufgefallen und ist tatsächlich auch sehr irreführend. Das Cover-Design aber gefällt mir sehr gut.
Mit den Charakteren bin ich in diesem Band sehr viel besser klar gekommen als im Vorgänger. Alle haben deutliche Entwicklungen durchgemacht, trotzdem hätte ich persönlich vor allem auf Daphne's Perspektive verzichten können. Ich habe eigentlich immer nur darauf gewartet, dass ihr Kapitel wieder vorbei ist. Richtig aufgeregt hat mich Beatrice Privatsekretär und ich habe wirklich nicht verstanden, warum sie diesem Verhalten nicht einfach einen Riegel vorgeschoben hat, schließlich ist sie, gekrönt oder nicht, die Königin. Sam war mir seit sie Marshall kennengelernt hat sehr viel sympathischer, was mich echt gefreut hat.
Der Sprachstil war sehr angenehm zu lesen und zwischendrin gab es auch immer mal wieder was zum Lachen.
Überraschenderweise brachte das Buch einige interessante Wendungen und ich kann noch nicht so gut einschätzen wie es im dritten Band weitergehen konnte. Trotzdem gab es zwischendrin auch immer mal wieder Längen, besonders in manchen Kapitel aus Sicht gewisser Charaktere.
Abschließend noch etwas zum Wordlbuilding. Auch in Band 2 fiel es mir sehr schwer mich in der Weltpolitik dieses alternativen Zeitstrahls zurecht zu finden. Ich fände es wirklich hilfreich wenigstens irgendwo eine Weltkarte zu haben, auf der zum einen die ganzen Länder samt Regierungsform eingezeichnet sind, als auch die "Herzogtümer" Amerikas.



Impressionen:


"Es war ein grauer, trüber Morgen mit dichtem Nebel, der wie ein Schleier über den Straßen der Hauptstadt liegt."


Fazit:


Der zweite Band konnte mich mehr überzeugen als sein Vorgänger. Die Charaktere waren nicht mehr ganz so überzogen wie in Band 1 und insgesamt freue ich mich auf den dritten Teil.

Autor*in:

Katharine McGee studierte Literatur und Management an den Universitäten Princeton und Stanford. Eigentlich wollte sie Disney-Prinzessin werden, doch dann wurde sie Autorin. Mit ihrem Debüt »Beautiful Liars« kam sie direkt auf die »New York Times«-Bestsellerliste. 


Reihe:

#1 Beatrice & Theodore
#2 Samantha & Marshall

Samstag, 14. Januar 2023

Rezension: Christmas Kisses von Alexandra Flint & Sandra Grauer u.a.


Titel: Christmas Kisses - Adventskalender







Originaltitel: -








Autor*in: Alexandra Flint, Sandra Grauer u.a.



Reihe/Band: -


Kapitel: 25                                                     Seiten: 480


Verlag: Ravensburger


Erscheinungsdatum: 01.08.2022


Genre: Romance / NA / Romantasy



Klappentext:

Schneeflocken vor dem Fenster, Dates auf dem Weihnachtsmarkt, gemütliches Plätzchennaschen – Weihnachten steht vor der Tür! Was gibt es da Besseres, als sich in den Lieblingssessel zu kuscheln und die Wartezeit mit romantischer Lektüre zu versüßen? Die realistischen und fantastischen Lovestorys in „Christmas Kisses“ entführen dich Tag für Tag in eine zauberhafte Winterwelt voller prickelnder Gefühle und magischer Abenteuer ...

Meine Meinung:

Dieses Buch ist nicht einfach zu rezensieren, denn genau genommen handelt es sich um Kurzgeschichten, zu denen ich hier einfach kurz meine Meinung schreiben werde. Das Cover ist weihnachtlich gehalten, der Titel passt irgendwie auch zum Inhalt, er zeigt, um welches Genre es sich handelt und worum es ungefähr geht.
 
Thea und Parker von Jana Schäfer: Der Einstieg in den Adventskalender hat mir sehr gut gefallen. Natürlich war die Geschichte äußerst vorhersehbar, aber Thea und Parker waren einfach so süß.
 
Lost Christmas von Stefanie Hasse: Mit Lost Christmas konnte ich leider nichts anfangen. Ich war sehr verwirrt von den ganzen Charakteren und warum dann der eine so wütend ist usw. Es waren einfach zu viele Personen für ein Kapitel.
 
Right Next to You von Marnie Schaefers: Eine süße Geschichte, wobei es mich erstmal überfordert hat, dass die Charakterin ein Kind hat. Gerade weil in den Geschichten davor die Frauen eher erst Anfang 20 waren, hat mich dieser Altersunterschied erstmal überfordert.
 
Only Santa knows von Rebekka Weiler: Diese Kurzgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Kindergärtnerin und der Nikolaus, es war sehr süß und weihnachtlich.
 
Touch of Hope von Stefanie Lasthaus: Diese Geschichte fand ich sehr verwirrend. Diesen plötzlichen Gestaltwandler-Aspekt habe ich nicht in diesem Buch erwartet. Insgesamt hat mich das auch nicht wirklich gepackt, auch weil die Interaktionen der Personen einfach nur komisch waren. Die Liebesgeschichte ist dann auch an den Haaren herbeigezogen.
 
Kissing the Grinch von Sarah Saxx: Ein Weihnachtsklassiker: Weihnachtsenthusiast trifft auf Grinch. An sich auch ganz schön, aber irgendwie, ich weiß auch nicht, fand ich die Auflösung am Ende dann etwas seltsam.
 
Don't Call Santa an Idiot von Stella Tack: Auch diese Geschichte fand ich teilweise etwas verwirrend, aber ich fand die Idee sehr nett, die Geschichte in die "Elfenzentrale" am Nordpol zu verlegen und Jack Frost mitauftreten zu lassen.
 
Mist - Mistelzweig von Rose Snow: Das offene Ende ist im Deutschunterricht ein Merkmal der Kurzgeschichte und hier ist das zu finden, im Gegensatz zu allen anderen der Geschichten im Buch. Die Aufmachung der Geschichte ist originell und hat mir gut gefallen.
 
A Wish of Snow von Alexandra Flint: Evie und Ezra, diese Geschichte hat sich den ersten Platz verdient. Einfach weil ich das Familienambiente so toll fand und auch den Konflikt zwischen den beiden so gut verstehen konnte.
 
Nick & Charlie von Anne Lück: Nick und Charlie zeigt gut auf, was es heißt Weihnachten eben nicht mit der Familie verbringen zu können, weil es entweder den Kindern oder den Eltern nicht gut geht. Die Geschichte war wirklich sehr schön.
 
Hot Chocolate Weather von Kim Nina Ocker: Auch wenn der Hintergrund der Geschichte nicht besonders komisch ist, so ist mir diese Geschichte doch wegen ihres Humors in Erinnerung geblieben. Die "Verfolgungsjagd" des Boten war doch sehr lustig.
 
Ein Prinz, ein einsamer Ring und ein Wunsch zu Weihnachten von Nina Mackay:  Bei dieser Geschichte wurde mein Lokal-Patriotismus geweckt. Ich komme selbst aus der Nähe aus Nürnberg und es ist wirklich schön mal von Orten lesen zu können, an denen man selbst schon einmal war beziehungsweise, die einfach nicht so weit weg von einem selbst sind.
 
Driving Home for Christmas von Greta Milán: Auch wenn die Motive des männlichen Protagonisten doch etwas fragwürdig sind, so war Driving Home for Christmas doch eine sehr nette Geschichte.
 
All I Want for Christmas von Kira Mohn: Auch in dieser Geschichte war die Protagonistin schon eine gestandene Frau im Leben. Nachdem es aber bereits die zweite Geschichte war, war ich etwas weniger überrascht. Die Geschichte erstreckt sich über zwei Kapitel, aber man hätte auch eins draus machen können.
 
Red Snow Falling von Jennifer Alice Jager: Mit dieser Geschichte bin ich mal wieder nicht klargekommen. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach kein "Fantasy" erwarte und ich irgendwie nur die Hälfte der Geschichte mitbekommen habe. Bis ich mich mit den "Wächtern" richtig auseinandersetzen konnte, war die Geschichte halt auch schon wieder rum. Und der entsprechende Weihnachts-Touch hat irgendwie auch gefehlt.
 
There Must Be an Angel & Even Angels Fall von Sandra Grauer: Engel und Dämon verlieben sich, ein bisschen Klischee, aber diese Geschichte hat mich nach der letzten wieder versöhnt. Und offensichtlich liegt das Problem nich bei "Fantasy"-Aspekten, sondern an den Geschichten. Das ist ok, bei 17 Geschichten können nicht 17 Volltreffer dabei sein. Ich bin sicher es gibt Leser*innen denen diese Geschichten viel besser gefallen haben als mir und dafür andere gar nicht.
 
Annabelle und der Constable von Claudia Siegmann: Ich bin wohl mit einer falschen Erwartung an diese Geschichte herangegangen. Auf dem Cover steht "Silverster-Special", also habe ich erwartet, dass diese Geschichte auch etwas mit Silvester zu tun hat, hatte sie aber nicht. Es war eine weitere Weihnachtsgeschichte. Wie am Titel zu erkennen handelt es sich um einen "Krimi", nur ist der gesamte "Kriminalfall" einfach seltsam und ergibt überhaupt keinen Sinn.
 
 

Impressionen:


"Lieber Parker, vor einem Jahr bist du weggezogen und ich laufe nach der Schule immer noch jeden Tag zu der Lücke im Zaun,um zu sehen, ob du nicht doch dort stehst und auf mich wartest."

"Das Handy zwischen Ohr und Schulter gepresst, taste ich in meiner Tasche nach meinen Reiseunterlagen und stütze die tonnenschwere Tasche dabei mit meinem Knie ab."

 

"Mum!"

"Ist das dein ernst, Marc?"

 

"Gemeinschaft war nur ein Wort, besaß aber mindestens so viele Bedeutungen, wie es Bezeichnungen für Schnee gab."


Fazit:


Die Geschichten unterscheiden sich von Niveau und Genre teilweise sehr. Es war ganz nett jeden Tag ein Kapitel zu lesen, aber manche konnten mich nicht wirklich abholen. Dennoch war in jeder Geschichte die Weihnachtsstimmung zu spüren.


Autor*innen:

Jennifer Alice Jager, geboren 1985 im Saarland, veröffentlicht seit 2014 Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Schon als Kind sagte man ihr eine stark ausgeprägte Fantasie und große Leidenschaft für Bücher, Tiere und Natur nach. Nach Abschluss ihrer schulischen Ausbildung gab sie Zeichenunterricht, stellte ihre Bilder in Galerien aus und zog später nach Japan, wo sie ihren Hang zum Schreiben erst richtig entdeckte. Zurück in ihrer Heimat, widmete sie sich bald hauptberuflich dem Schreiben. In ihrer Freizeit zeichnet sie noch immer, liest Bücher aus jedem Genre und widmet sich ihren geliebten Tieren. 
 
Jana Schäfer ist 1995 nahe Freiburg im Breisgau geboren. Nachdem sie nach der Schule ein Jahr in Schottland verbracht und die rauen Highlands lieben gelernt hat, lebt sie jetzt wieder im Süden Deutschlands. Seit sie ein Teenager ist, liest und schreibt sie für ihr Leben gerne. Insbesondere Liebesgeschichten und Fantasyromane, die in andere Welten entführen, haben es ihr angetan. Ihre Zeit verbringt sie am liebsten mit einem Kaffee am Laptop, wo sie in ihren Geschichten verschwindet, die häufig von Mut, Hoffnung und großen Gefühlen handeln. 


Dienstag, 3. Januar 2023

Rezension: Der vergessene Geschmack von Glück von Lars Simon


Titel: Der vergessene Geschmack von Glück







Originaltitel: -








Autor*in: Lars Simon (DE)



Reihe/Band: -


Kapitel: 29                                                     Seiten: 352


Verlag: dtv


Erscheinungsdatum: 13.04.2022


Genre: Roman, Fantasy


Protagonist: Leif Söderberg                          Spielort: Insel Fjärranö




Klappentext:

An einem stürmischen Nachmittag stürzt sich die junge, talentierte Köchin Anna-Greta Olsson vor der Küste Schwedens unter mysteriösen Umständen von einer Klippe in den Tod – und gerät bald in Vergessenheit. Erst als 100 Jahre später der arbeitslose Küchenchef Leif Söderberg in dem alten Hotel auf der Insel anheuert, scheint sich Anna-Greta Olssons Schicksal endlich zu erfüllen. Ohne es zu ahnen, stößt Leif auf ihr magisches Vermächtnis. Wird seine verlorene Leidenschaft zum Kochen neu entfacht? Und was hat Smilla, die undurchschaubare Tochter der Eigentümer, mit der tragischen Geschichte und den unerklärlichen Vorkommnissen in der Hotelküche zu tun?

Meine Meinung:

"Der vergessene Geschmack von Glück" war ein Titel-Kauf, was bei mir wesentlich häufiger vorkommt als ein Cover-Kauf. Natürlich ist auch das Cover sehr ästhetisch und passt auch sehr gut mit dem Titel und dem Inhalt zusammen.
Leif ist ein unglücklicher junger Mann, der große Träume hatte und von der Härte des Lebens eingeholt worden ist. Smilla hingegen ist eine Frau, die ihre Eltern zwar liebt, aber das Gefühl hat von den Wünschen ihrer Eltern eingesperrt worden zu sein. Beide zeigen sehr menschliche Züge und entwickeln sich gut im Laufe des Buches. So viel zu den Hauptcharakteren, allerdings blieben die Figuren außen herum etwas blass. Vielleicht lag es an den schwedischen Namen, ich weiß es nicht, aber ich konnte regelmäßig nicht auseinanderhalten wer jetzt Hotelbesitzer ist oder Gast und demenstprechend verwirrend war es manchmal.
Der Schreibstil war sehr angenehm, zwischendrin eine Prise Humor und sehr unaufgeregt, wenn irgendwie verständlich ist, was ich meine.
Auch das Worldbuilding fand ich sehr zufriedenstellend. Ich hatte immer gut das Gefühl selbst auf der Insel Fjärranö sein und mit Leif die Klippen zu erklimmen. Auch das alte Hotel mit seiner Einrichtung erschien immer vor meinen Augen. Sogar jetzt beim Schreiben der Rezension bin ich im Geiste dort.
Erstaunlicherweise war das Buch gar nicht so vorhersehbar. Lange Zeit hatte ich keine Ahnung, wieso kein einziges Gericht in der Küche gelingen mag. Es kam eine Prise "Übernatürliches" hinzu und die hat dem Buch diesen besonderen Touch gegeben.
 

Impressionen:


"In manchen Zeiten und an manchen Orten sind Licht und Schatten in einem beinahe unnatürlichen Maß vorhanden."


"Zum einen trifft man nicht täglich den Geist einer Verstorbenen, was mich in der Tat nicht unberührt gelassen hat."


Fazit:


"Der vergessene Geschmack von Glück" konnte mich durch die Ungewöhnlichkeit und den doch teilweise unvorhersehbaren Wendungen überzeugen.


Autor*in:

Lars Simon, Jahrgang 1968, hat nach seinem Studium lange Jahre in der IT-Branche gearbeitet, bevor er mit seiner Familie nach Schweden zog, wo er als Handwerker tätig war. Heute lebt und schreibt der gebürtige Hesse wieder in der Nähe von Frankfurt am Main. Bisher sind von ihm bei dtv eine dreibändige Comedy-Reihe, das Weihnachtsbuch ›Gustafssons Jul‹ sowie die Urban-Fantasy-Reihe um Zauberlehrling Lennart Malmkvist und seinen sprechenden Mops Bölthorn erschienen. Lars Simon ist ein Pseudonym. 


Montag, 19. Dezember 2022

Rezension: All I (don't) want for Christmas von Tonia Krüger


Titel: All I (don't) want for Christmas







Originaltitel: -








Autor*in: Tonia Krüger (DE)



Reihe/Band: Love Songs in London #1


Kapitel: 44                                                     Seiten: 416


Verlag: dtv


Erscheinungsdatum: 21.09.2022


Genre: Romance, New Adult


Protagonist: Febe Baines                             Spielort: London




Klappentext:

Ungleicher als die junge Studentin Febe mit dem Shakespeare-Faible und der aufstrebende Spieleentwickler Liam kann man kaum sein. Doch weil Febe Weihnachten sonst nur mit ihrem Hund feiern würde und eine Prise Bares gut gebrauchen kann, willigt sie in ein ungewöhnliches Vorhaben ein: Sie begleitet Liam als Fake-Freundin zum alljährlichen Familienweihnachtsfest im noblen South Kensington. Das Ziel: Liams Exfreundin Charlotte eifersüchtig zu machen, die inzwischen mit seinem Bruder verlobt ist. Der Plan scheint aufzugehen, denn je mehr die Funken zwischen Liam und Febe sprühen, desto mehr scheint es Charlotte wieder zu ihm zu ziehen. Doch je näher Febe Liam kennenlernt, desto weniger will sie ihn wieder hergeben …

Meine Meinung:

Cover, Titel und Inhalt harmonieren bei diesem New Adult Buch sehr gut. Der Titel fasst mit dem veränderten Liedzitat die Situation von Febe und Liam sehr gut zusammen, man erkennt den Spielort auf dem Cover und die Ranken geben einem weihnachtliche Vibes.
So weit der rationale Teil. Mein ausgeklügeltes Bewertungssystem wurde beim Lesen einmal komplett über den Haufen geworfen. Aber ich hatte mir zum Glück schon davor Gedanken darüber gemacht, wie ich damit umgehe.
Fangen wir mit dem World-Building an. Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit das Gefühl selbst in Oxford oder London im Weihnachtstrubel zu sein (was vielleicht auch daran lag, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt auf einer Familienfeier befand. Zeigt aber auch wie sehr die eigene Stimmung beim Lesen Einfluss auf die Meinung über das Buch hat). Es war einfach eine sehr angenehme Stimmung.
Lustig war es auch. Weil ich eben auf einer Familienfeier war, musste ich mich immer wieder zusammenreißen nicht laut zu lachen. Wahrscheinlich haben es trotzdem alle mitbekommen, dass ich an meinem Buch mehr interessiert war als an der Feier und meiner Verwandtschaft. 
Febe. Können wir bitte kurz über die Schreibweise reden? Ich mein, das normale Phoebe hätte es auch getan und es wär immer noch ein nicht so häufiger Vorname gewesen, aber ok. Ich fand gut, dass man bei ihr im Laufe des Buches eine Entwicklung bemerkt hat und sich nicht mehr alles hat gefallen lassen, zwar ist das am Anfang schon mal zu spüren, aber die meiste Zeit bei den Harrissons lässt sie sich doch relativ rumschubsen. Liam ist zunächst nicht wirklich sympathisch, natürlich ist er verletzt durch das Verhalten seines Bruders und Ex-Freundin, aber anfangs ist Febe immer nur Mittel zum Zweck, obwohl sie mehrmals betont, dass sie sich unwohl damit fühlt, aber auch das wird je besser sich die beiden kennenlernen anders.
Vorhersehbarkeit. Ja, die Geschichte überrascht nicht gerade mit unerwarteten Wendungen, aber ganz ehrlich, bei einem Weihnachtsbuch erwarte ich das nicht. Da will ich ein Happy End und cozy Stimmung und das ist auch der Grund, warum das Buch trotzdem 5 Sterne von mir bekommt. Ein Buch, dass ich in einem Rutsch durchlese, kann nun mal nur ein Highlight sein.



Impressionen:


"Warum renne ich überhaupt noch?"


Fazit:


Ein schöner, atmosphärischer Weihnachtsroman mit ein bisschen Drama, aber vor allem cozy-Stimmung.


Autor*in:

Tonia Krüger wuchs auf dem Land auf, wo sie jede Menge Zeit hatte, Geschichten zu erfinden. Sie arbeitet bei einem Reiseveranstalter und lässt sich gern von ihren Reisen für ihre Bücher inspirieren. Sie lebt in der Nähe von Hannover – mit ihrer trubeligen Familie, Wald und Wiesen, Ruhe zum Schreiben und einem Bahnhof, falls das Fernweh sie packt. Seit ihren ersten E-Book-Veröffentlichungen ist sie bestens in der Fangemeinde vernetzt.. 


Reihe:

#1 All I (don't) want for Christmas
#2 Here comes my sun
#3 Dancing on Sunshine


Dienstag, 29. November 2022

Rezension: Up All Night von April Dawson


Titel: Up all night







Originaltitel: -








Autor*in: April Dawson



Reihe/Band: Up all night #1


Kapitel: 44                                                     Seiten: 416


Verlag: LYX


Erscheinungsdatum: 29.04.2019


Genre: Romance


Protagonist: Taylor Jensen                           Spielort: New York City




Klappentext:

Von Männern hat Taylor Jensen erst einmal genug: Kein Wunder, denn an ein und demselben Tag stiehlt ihr Kollege Taylors Job, zwei Typen klauen ihr Auto und als Sahnehäubchen erwischt sie ihren Freund mit einer anderen im Bett. Gerade als Taylor völlig am Ende ist, trifft sie auf ihren alten Schulfreund Daniel, der ihr ein Zimmer in seiner WG anbietet. Aber Tae möchte auf keinen Fall noch mal mit einem Mann zusammenwohnen, der ihr Herz brechen könnte. Doch als Dan ihr versichert, dass er schon lange auf Männer steht, nimmt Tae das Angebot erleichtert an und genießt ihr neues Leben in vollen Zügen. Bis sie und Daniel sich plötzlich näherkommen und der Mann mit den Tattoos und dem unwiderstehlichen Lächeln ihr Herz höherschlagen lässt. Zum Glück kann zwischen ihnen ja niemals mehr als Freundschaft sein. oder etwa doch?

Meine Meinung:

Zunächst einmal zu Cover, Titel und Inhalt. Das Cover ist, wie bei vielen New Adult Büchern, in Pastellfarben gehalten. Am unteren Rand ist die Skyline von New York zu sehen und dieses "winzige" Detail sorgt dafür, dass eine Einheit aus den drei Komponenten entsteht. Die Geschichte spielt in New York und dort verbringen Taylor und Dan gemeinsam viele schlaflose Nächte.
Der Handlungsverlauf hätte sich durch etwas mehr Kommunikation sich leicht lösen lassen, natürlich betont Taylor immer, dass sie Lügen hasst, weil ihre Mutter ihr damals nicht erzählt hatte, dass sie krebskrank ist und bald stirbt, aber Daniel hätte einfach sehr viel früher mit der Sprache rausrücken können und das ganze Drama hätte sich aufgelöst.
Taylor hat eigentlich keinen Plan vom Leben. Sie wurde gefeuert und ihre Reaktion: ich geh Shoppen. Mädel, ohne Job, kein Geld. Vor allem geht das im Buch so weiter, sie hat keine Anstellung aber gibt weiterhin munter Geld aus und ihre Anstrengungen einen neuen Job zu finden sind jetzt auch nicht zu hoch. Dan hingegen mit seinen "nur drei Stunden Schlaf, mehr brauch ich nicht" ist einfach ebenfalls ein wandelndes Klischee. Den ganzen Tag mit Workouts beschäftigt, seit Jahren in Taylor verliebt, jede Woche eine andere Frau usw. Das Einzige, was ihn ein bisschen sympathischer erscheinen lassen soll, ist sein Hobby: "Lesen". Aus den beiden Mitbewohnerinnen bin ich nicht so richtig schlau geworden und auch Tays beste Freundin verliert im Laufe des Buches immer mehr an Bedeutung.
Vorhersehbarkeit: Es handelt sich um ein New Adult Buch, da sind große Unvorhersehbarkeiten nicht zu erwarten. Letztendlich gibt es Geschichten, je nach Thematik, wo das eher vorkommt und Geschichten wie der hier, wo man das Ende, auch auf Grund des Klappentextes, schon vor dem Lesen kennt.
World-Building: Die WG-Wohung hatte ich beim Lesen wunderbar vor Augen und auch das Zu-Hause von Taylor und Daniel in Kalifornien lief gut vor meinem inneren Auge ab. April Dawson ist es sehr gut gelungen, die Atmosphäre des Buches darzustellen.
Was mich aber leider wirklich extrem gestört hat, war der Schreibstil. Ich hatte das Gefühl eine schlechte "FanFicition" zu lesen. Ich lese sehr gerne FFs und manche sind auch wirklich richtig gut geschrieben, aber dieses Buch kann damit leider nicht mithalten. Ein sehr einfacher Satzbau und auch eine sehr einfache Wortwahl.

Impressionen:


"Heute wird ein guter Tag."


Fazit:



Auch wenn ich die "Sprache" leider nicht so toll fand, so konnte Up all night im groben und ganzen gut mitnehmen. Wer allerdings unerwartete Wendungen erwartet, der bekommt hier nicht viel geboten.


Autor*in:

April Dawson lebt mit ihrer Familie in Kematen, Österreich. Seit über zehn Jahren schreibt sie begeistert Liebesgeschichten mit ein klein wenig Drama, einer Prise Humor und ganz viel Gefühl. Für ihren Debütroman wurde sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem SKOUTZ AWARD ausgezeichnet. 


Reihe:

#1 Up All Night
#2 Next To You
#3 More Than This


Dienstag, 15. November 2022

Rezension: Kronennacht von Jana Hoch

Titel: Kronennacht







Originaltitel: -







Autor: Jana Hoch (DE)



Reihe/Band: Royal Horses #3


Kapitel: 31                                                     Seiten: 376


Verlag: Arena


Erscheinungsdatum: 20.05.2021


Genre: Jugendbuch, Romance


Protagonist*in: Greta Hayes                         Spielort: Großbritannien




Klappentext:


Prinzessin werden - das wollte Greta nie. Doch nun sind sämtliche Kameras auf sie gerichtet, und jeder Schritt, den sie an Edwards Seite macht, wird genau beobachtet. Schnell merkt sie, dass das glamouröse Leben der Royals alles verändert: ihre Beziehung zu Edward, aber auch sie selbst. Inmitten aller Skandale und Intrigen kann Greta nur noch bei den Pferden Zuflucht finden. Und während Edward immer weiter in seine Rolle als Prinz gedrängt wird, kommen Greta Zweifel. Ist sie wirklich bereit, ihre eigenen Träume für ihre Liebe aufzugeben?




Meine Meinung:

Das Cover ist wirklich sehr schön, das gold und navy wirken sehr royal und nicht zu überladen. Die Scherenschnitte passen gut zu den Pferden im Buch. Was genau der Titel bedeutet, ist mir leider nicht ganz klar geworden, aber es ist immerhin ein geringer Bezug bemerkbar.
Der Humor und auch der Schreibstil konnten mich überzeugen. Ich musste immer wieder schmunzeln und hatte einen angenehmen Lesefluss. Sehr schön fand ich auch, dass in diesem Buch immer mal wieder "Zeitungsartikel" eingefügt waren, die hätten für meinen Geschmack sogar noch mehr sein können.
Zu den Charakteren. Greta empfand ich auch in diesem Buch leider mehr als nervig. Vielleicht habe ich als großer Royal-Fan einfach eine andere Erwartungshaltung an den "Partner" eines Mitgliedes des Königshauses, vielleicht ist das aber auch einfach mein persönliches Pflichtbewusstsein. Fakt ist: Gretas ständiges Drängen an die Familie doch aus dem Königshaus auszusteigen fand ich einfach nur nervig und unangebracht. Tristan oder Edward, dieses ständige hin und her hat nicht gerade zu meiner Begeisterung beigetragen, hingegen wird als bewusst geheimniskrämerisch und verschwiegen dargestellt, aber ich versteh ihn total. Greta hat sich in der Vergangenheit nicht gerade als diskret erwiesen.
Vom Worldbuilding her: Man bekommt teilweise ein gutes Gefühl für die Royale Welt, aber besonders die Reitstellen fühlen sich sehr realistisch an. Aber die Behandlung von Greta ist nicht wirklich realistisch. Greta ist noch minderjährig, dementsprechend würde der Palast normalerweise ein Statement loslassen und die Presse dürfte Greta überhaupt nicht auflauern. Auch, dass Gretas und Tristans Beziehung so behandelt wurde, als ob die beiden sofort heiraten würden, fand ich seltsam und nicht realitätsnah. Wäre Greta fünf Jahre älter gewesen, hätte ich kein Problem damit gehabt, aber so...
Was mich zur Vorhersehbarkeit bringt. Ja, das letztendliche Ende ist klar. Aber die Autorin hat es wirklich geschafft mich mit der endgültigen Entscheidung von Prinz Tristan zu überraschen, die ich übrigens sehr gut fand. Das dann auch noch ein, zwei anderen Dinge auf den letzten seiten losgetreten worden sind, war okay, hätte für mich persönlich aber nicht sein müssen. Trotzdem war es am Ende dann doch eine runde Trilogie.


Impressionen:


"Die Aufzugtüren schlossen sich."


"Bei all den Royals, die ich auswendig lernen musste, rauchte mir bereits der Kopf, und wenn ich abends ins Bett ging, zählte ich längst keine Schafe mehr, sondern Thronfolger."


Fazit:

Es war ein nettes Buch, bei dem ich mir aber gerade in Bezug auf das Königshaus etwas mehr Recherche gewünscht hätte und Greta als Charakterin mit mehr Bewusstsein auf das, was es heißt ein Mitglied der Royal Family zu daten.


Autor*in:

Jana Hoch wurde 1992 in Hannover geboren und lebt heute immer noch in der Nähe der Stadt. Seit frühester Kindheit hat es sie begeistert, eigene Welten und Charaktere zu entwickeln und diese auf dem Papier festzuhalten. Die Pferdetrainerin nutzt jede freie Minute zum Schreiben – der perfekte Tag beginnt für sie bei Sonnenaufgang, mit dem Laptop auf dem Schoß und einer Tasse Kakao, und endet auf dem Rücken ihres Pferdes Jamie.




Reihe:

#1 Kronenherz
#2 Kronentraum
#3 Kronennacht

Montag, 7. November 2022

Rezension: Conni und der zauberhafte Schulzirkus von Julia Boehme


Titel: Conni und der zauberhafte Schulzirkus






Originaltitel: -







Autor*in: Julia Boehme



Reihe/Band: Meine Freundin Conni #37


Kapitel: 12                                                     Seiten: 112
 

Verlag: Carlsen


Erscheinungsdatum: 18.03.2021


Genre: Kinderbuch


Protagonist: Conni Klawitter                        Spielort: Neustadt




Klappentext:

Connis Klasse plant einen Kinderzirkus mit lauter tollen Kunststücken. Dafür übt Conni schon eifrig Einradfahren und Paul seine Skateboardtricks. Alles läuft prima und sie können sogar mit richtigen Artisten trainieren. Nur die eifersüchtige Stella aus der Parallelklasse macht Conni das Leben schwer. Und als dann bei der Generalprobe auch noch alles schiefgeht, haben Conni und ihre Freunde richtig Lampenfieber vor der Aufführung. Aber dann heißt es: Manege frei!

Meine Meinung:

Das schöne an Kinderbüchern ist, dass auf dem Cover meiste eine Szene aus dem Buch zu sehen ist und deshalb zum Inhalt wunderbar passt und auch der Titel dieser Kinderbuchreihen ist immer auf den Inhalt abgestimmt.
Die Charaktere sind natürlich sehr stereotypisch. Conni das "Good Girl", das sich nicht unterkriegen lässt. Kinder wollen, dass ihr Hauptcharakter der Gute ist, aber je älter man wird desto unrealistischer wird es. Anna ist immer das klassische Mädchen und Billie diejenige, die etwas anders ist. Und natürlich, wie häufig, ein Mädchen, das eine Oberzicke ist.
Der Schreibstil ist auch sehr gut auf Kinder ausgelegt, Julia Boehme hat ja mittlerweile auch eine mehr als 10-jährige Erfahrung beim Kinderbuch schreiben. Deswegen gelingt es ihr auch sehr gut, sofort das Gefühl für Conni und ihre Umwelt herzustellen.
Kindergeschichten sind ja häufig, jedenfalls für einen Erwachsenen, vorhersehbar, aber als Kind fand ich die Geschichten immer sehr spannend. Aber eine Sache hat mich wirklich gestört:
Seit dem Band davor, hat Conni gelernt Einrad zu fahren. An sich ist das auch kein Problem, allerdings stört mich ihr rasantes "Können" doch sehr. Ich selbst bin 10 Jahre Einrad im Verrein gefahren und weiß wie schwer es ist gewisse Sachen zu lernen. Besonders gerade auf einer dünnen Linie zu fahren ist mit das Schwerste was es gibt, für Viele war das 10cm fahren auch nach langer Zeit bei Abzeichen das größte Hindernis. Ich habe kein Problem damit, dass Conni kleine Tricks auf dem Einrad zeigt, aber auf der Slackline zu fahren ist in ihrem Stadium einfach unrealistisch.




Impressionen:


"Conni, du musst los!"


Fazit:



Ein nettes Conni-Buch mit dem Wiedersehen alter Bekannter, das mich mit der Ausarbeitung einiger Details unzufrieden gemacht hat.


Autor*in:

Julia Boehme arbeitete als Redakteurin beim Kinderfernsehen, bis ihr einfiel, dass sie als Kind unbedingt Schriftstellerin werden wollte. Wie konnte sie das bloß vergessen? Auf der Stelle beschloss sie, jetzt nur noch zu schreiben. Nun lebt sie in Berlin und denkt sich ein Kinderbuch nach dem anderen aus. 


Reihe: