Montag, 18. Mai 2020

Rezension: Sommernachtsschrei von Manuela Martini

Titel: Sommernachtsschrei













Originaltitel: -








Autor: Manuela Martini (DE)






Kapitel: 34                                                     Seiten: 264


Verlag: Arena


Erscheinungsdatum: 01.01.2010


Genre: Jugendbuch, Thriller


Protagonist: Franziska Krause                       Spielort: Kinding am Chiemsee




Klappentext:

Eine laue Sommernacht, eine ausgelassene Party, ein aufregender Kuss im Bootshaus am See. Dann nichts. Nur ein dunkles Loch in der Erinnerung. Als Franziska wieder aufwacht, hält sie das Ruder in der Hand, mit dem sie ihren Freund erschlagen hat.
Ein Jahr später. Franziska kehrt zurück an den Ort, an dem Das unfassbar Schreckliche passiert ist. Wie konnte es nur zu diesem Unfall kommen? Als Franziska Licht in das Dunkel bringen will, steht plötzlich ihr eigenes Leben auf dem Spiel.



Meine Meinung:

Das Cover ist typisch für die ArenaThriller, allerdings finde ich, hat es nicht so viel mit der Handlung zu tun. 
Sehr interessant ist, dass in diesem Buch weder die Hauptperson das Opfer ist, noch der Mord noch nicht passiert ist. Tatsächlich liegt der Mord schon ein Jahr zurück und die Hauptperson selbst die potenzielle Mörderin, die ihren Freund umgebracht haben soll. Blöderweise kann sie sich an nichts erinnern.
Normalerweise können mich die Bücher dieser Reihe nicht sonderlich überzeugen, sie sind meist sehr vorhersehbar und nicht wirklich spannend. Hier ging mir das etwas anders, obwohl ich mich leider versehentlich selbst gespoilert habe. Aber trotzdem haben sich für mich dann doch noch einige Ergebnisse herauskamen mit denen ich so nicht gerechnet habe.
Die Charaktere sind so naja. Franziska ist eigentlich ein sehr intelligentes Mädchen, nur irgendwie nicht was ihre Freundinnen angeht. Diese sind reiche, verwöhnte Mädchen, die normalerweise ohne Probleme kriegen, was sie wollen. Autofahren ohne Führerschein, das Schuljahr bestehen, obwohl die Noten eigentlich passen, alles kein Problem, die Beziehungen der Eltern werden ausgenutzt. Ziska selbst passt nicht wirklich in diese Welt, trotzdem frage ich mich, ob sie sich nicht besser zu ihr passende Freunde gefunden hätte. Schön finde ich, wie Franziskas Gefühlswelt beschrieben wird, dass sie das Gefängnis immer wieder in ihren Träumen, aber auch im realen Leben heimsucht, dass sie mit dieser Ungewissheit nicht klarkommt, ob sie es jetzt war oder nicht und die Angst vor den Blicken und Reaktionen der Leute in Kinding.
Ein bisschen schade fand ich, dass der "Show-Down" sich bis zum Ende hingezögert hat, der Schluss aber dann sehr abrupt ist.

Impressionen:


"Bleib, wo du bist, oder du wirst es bitter bereuen!"


Fazit:



Ein für die Arena-Thriller überraschend spannendes Buch.


Autor:

Manuela Martini wurde 1963 in Mainz geboren. Nach ihrem Studium - Geschichte und Literaturwissenschaft - arbeitete sie als Regie- und Produktionsassistentin im Filmgeschäft. Sie lebte in München, Südspanien und Australien, wo auch ihre ersten Krimis entstanden. Heute schreibt Manuela Martini insbesondere Thriller für Jugendliche. Die Autorin lebt in Süddeutschland.




Donnerstag, 30. April 2020

Rezension: Coldest Frost von Jennifer Estep

Titel: Coldest Frost







Originaltitel: Spartan Destiny







Autor: Jennifer Estep (USA)





Reihe/Band: Mythos Academy Colorado #3


Kapitel: 28                                                     Seiten: 384


Verlag: Piper


Erscheinungsdatum: 02.09.2019


Genre: Jugendbuch, Fantasy


Protagonist: Rory Forseti                              Spielort: Colorado




Klappentext:




Das Team Midgard um die Spartanerin Rory Forseti und ihre Freunde Zoe, Ian und Mateo weiß, dass die Schnitter des Chaos versuchen, mächtige mythologische Artefakte zu stehlen. Seit Covington, der böse Anführer der Schnitter, mehrfach versucht hat, Rory mithilfe von dunklen Artefakten in einen Schnitter zu verwandeln, setzt Team Midgard alles daran, gefährliche Artefakte vor den Schnittern zu schützen. Doch während einer verdeckten Mission werden Ian, Zoe und Mateo mit dem gefährlichen Gift der Roten Narzisse infiziert. Dadurch gelingt es Covington, Rorys Freunde seinem Willen zu unterwerfen und sie zu seinen gefügigen Gefolgsleuten zu machen. Wird Rory es schaffen, ihre Freunde zu retten und Covingtons finstere Pläne zu vereiteln. 




Meine Meinung:

Erst einmal zum Cover: ich mag die Aufmachung mit den Augen die, die Reihe hat, echt sehr gerne, dass hat so was forderndes, provozierendes.
Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen. Warum der Verlag sich aber dazu entschieden hat, jedes Kapitel nur auf einer ungeraden Seite zu beginnen, verstehe ich nicht, es ist total blöd, wenn man immer ne leere Seite dazwischen hat, aber gut.
Zur Handlung: ehrlich gesagt ziemlich klischeehaft. Rory versteckt bestimmte Artefakte vor ihren Freunden und was rettet sie dann vor Covington? Dreimal dürft ihr raten. Natürlich schafft es Rory als Einzige der Verwandlung in einer Marionette der Schnitter zu entgehen und ihre Freunde zu retten, sowie den ganzen Campus. Die Protektorats-Wachen kommen natürlich auch erst, als der ganze Kampf schon vorbei ist, ganz abgesehen von ihrem Tod. Als letzter Band der Trilogie bleiben am Ende natürlich keine Fragen offen, wer kommt mit wem zusammen, was passiert mit den Schnittern, etc. Trotz allem hätte ich mir etwas mehr gewünscht, vielleicht, dass gerade Rorys Freunde ungeahnte Kräfte zeigen oder das Gwen und Logan eine zentralere Rolle spielen. Aber man kann nicht alles haben. Der Spannungsbogen ist auch eher so ne flache Hügelkette, es gibt (finde ich) nicht das eine große Finale, sondern viele kleine Kämpfe, wo das Ende leider oft vorhersehbar ist.







Impressionen:


"Das wird ein Kinderspiel."


"Wir können auf Doppeldates gehen, mit Nyx spielen und zuhören, wie Vic und Babs sich darum streiten, wer das beste sprechende Schwert aller Zeiten ist."


Fazit:

Vieles gerade in diesem Buch ähnelt sehr der ursprünglichen Reihe, von der Handlung also nicht wirklich überraschend. Ist aber nett geschrieben und man kann das Buch leicht lesen.


Autor:

Jennifer Estep ist SPIEGEL-Bestsellerautorin und lebt in Tennessee. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab. Bei Piper erscheinen ihre Young-Adult-Serien um die „Mythos Academy“, „Mythos Academy Colorado“, „Black Blade“ und „Die Splitterkrone“ sowie die Urban-Fantasy-Reihen „Elemental Assassin“ und „Bigtime“.




Reihe:

#1 Hard Frost
#2 Bitter Frost
#3 Coldest Frost

Sonntag, 6. Oktober 2019

Rezension: Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern

Titel: Der Nachtzirkus







Originaltitel: The Night Circus








Autor: Erin Morgenstern (USA)





Kapitel:                                                            Seiten: 464


Verlag: Ullstein


Erscheinungsdatum: 15.03.2012


Genre: Jugendbuch, Fantasy


Protagonist: Celia Bowen, Marco Alisdair         Spielort: Europa, USA




Klappentext:

Als Marco und Celia einander begegnen, verlieben sie sich rettungslos ineinander. Was sie nicht wissen: Sie sind bereits unauflösbar aneinander gebunden. Doch nicht als Liebende - sondern als Gegner. Ihre Väter, beide Magier von Rang, liefern isch seit Ewigkeiten einen unerbittlichen Wettkampf. Und sie haben ihre Kinder darauf vorbereitet, den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. der Nachtzirkus, eine magische, verwunschene Welt in Schwarz und Weiß, ist der Schauplatz des Geschehens. Unlösbar and den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen Celia und Marco verzweifelt um ihre Liebe, ihre Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.


Meine Meinung:

Erst einmal zum Cover: es ist gut gewählt, die Farben spiegeln die Farben wieder die im Nachtzirkus vorherrschen: schwarz und weiß für den Zirkus und seine Artisten, rote Farbtupfer für die Reveneurs.
Der Einstieg ist mir äußerst schwer gefallen und das, obwohl ich super motiviert war das Buch zu lesen, weil es mir wärmstens empfohlen worden ist. Das Problem war nur, dass man in den Kapiteln munter nicht nur Zeit, Ort und Perspektive der Erzähler wechselt, nein plötzlich wird alles so beschrieben, als ob du selbst den Nachtzirkus besuchst.
Gerade diese dauernden Wechsel machen es einem am Anfang sehr schwer sich in die Story reinzufinden. Aber im weiteren Verlauf, weiß man die häufigen Wechsel sehr zu schätzen.
Auch wenn es auf dem Klappentext heißt, dass es um Celia und Marco und ihre verbotene Liebe geht, ist dies tatsächlich eigentlich nur die Hälfte. Vielmehr geht es in diesem Buch darum den Nachtzirkus auch nach Beendigung des Wettbewerbs zwischen Celia und Marco zu bewahren. Deshalb bekommt man nicht nur einen sehr guten Einblick in das Innere von Celia und Marco, sondern auch in das Innere einiger Zirkusartisten, sowie Bailey.
Die Liebesgeschichte zwischen Marco und Celia ist zwar vorhanden, spielt aber gerade am Anfang des Buches überhaupt keine Rolle.
Was man aber sagen muss ist, dass die Geschichte nicht wegen ihres Spannungsbogens gelesen werden sollte, denn dieser ist eher flach, sondern wegen der wunderbaren Stimmung des Zirkus, die vermittelt wird.







Impressionen:


"Der Zirkus kommt überraschend. Es gibt keine Ankündigung, keine Reklametafeln oder Plakate an Litfaßsäulen, keine Artikel und Zeitungsanzeigen. Plötzlich ist er da, wie aus dem Nichts."


"Die Leute sehen das, was sie sehen wollen. Und in den meisten Fällen ist es, was man ihnen sagt."


Fazit:

Dieses Buch ist etwas ganz besonderes, es vermittelt einem ein unbeschreibliches Gefühl und ist absolut lesenswert.


Autor:

Erin Morgenstern ist bildende Künstlerin und Autorin. Sie lebt mit ihren zwei Katzen in Salem, Massachusetts. Der Nachtzirkus ist ihr erster Roman.

Montag, 16. September 2019

Rezension: Raven von Lauren Oliver


Titel: Raven







Originaltitel: Raven











Autor: Lauren Oliver (USA)


Reihe/Band: Erzählungen aus der Welt der Amor-Trilogie #3


Kapitel:                                                      Seiten: 35


Verlag: Carlsen


Erscheinungsdatum: 22.11.2013


Genre: Jugendbuch, Dystopie


Protagonist: Raven                                   Spielort: USA (Zukunft)




Klappentext:

Raven wächst in einer Welt auf, in der Gefühle verboten sind. Doch als sie ein ausgesetztes Baby findet, entscheidet sie sich zu fliehen. Mit der halb verhungerten Blue überquert sie die Grenze zur Wildnis und lernt dort Tack kennen. Er rettet Blue das Leben - und gewinnt so Ravens Vertrauen. Fortan kämpfen sie beide gemeinsam für die Liebe und für die Freiheit. Doch Raven zweifelt, ob sie dem richtigen Pfad folgen. 

Meine Meinung:

Erst einmal zum äußeren. Ich liebe die Cover der Amor-Trilogie, aber die der Zusatzreihe finde ich sogar noch besser, weil man nur Hände und nicht ein Gesicht sieht. Ein Gesicht auf dem Cover beeinflusst die Charaktervorstellung, finde ich und das will ich ja eigentlich nicht, wenn ich ein Buch lese. Besonders toll finde ich, die Wörter, die kunterbunt auf das Cover gedruckt sind, bei diesem Buch jetzt "Vertrauen" und für die verschiedenen Aspekte stehen, die für die Liebe wichtig sind.
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich die Amor-Trilogie gelesen habe und ich konnte mich nicht einmal an Raven, Tack und auch den im Buch erwähnten Julian erinnern. Deswegen muss ich zugeben, dass ich jetzt zwar die Geschichte gelesen habe, aber nicht sonderlich viel mit ihr anfangen konnte. Ich denke aber, das das Buch auf jeden Fall eine gute Ergänzung zur Reihe ist, man sollte es halt nur relativ angeschlossen an die anderen Bände lesen. Man erfährt mehr über Raven und Dinge, die man vielleicht nicht so mitkriegt. so wie das Amerika der Zukunft.





Impressionen:


"Dies sind die drei wichtigsten Dinge, die ich in den zweiundzwanzig Jahren auf diesem Planeten gelernt habe."


"Es gibt keine Happy Ends, nur Pausen im normalen Verlauf."


Fazit:



Ein nettes Extra zur Reihe, sollte aber zeitnah nach Beendigung von Pandemonium gelesen werden.



Autor:

Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.



Reihe:

#0,5 Annabel
#1 Delirium
#1,5 Hana
#2 Pandemonium
#2,5 Raven
#3 Requiem

Mittwoch, 28. August 2019

Rezension: Die Schlacht um Wörter und Blut von Traci Chee



Titel: Die Schlacht um Wörter und Blut







Originaltitel: The Storyteller








Autor: Traci Chee (USA)



Reihe/Band: Das Buch von Kelanna #3


Kapitel: 52                                                     Seiten: 576


Verlag: Carlsen


Erscheinungsdatum: 25.04.2019


Genre: Jugendbuch, Fantasy


Protagonist: Sefia                                          Spielort: Kelanna




Klappentext:

Während um sie herum der Rote Krieg wütet, will Sefia nichts mehr als Archer zu beschützen. Denn mit dem Brandmal an seinem Hals könnte er der Junge aus den Legenden sein - der Anführer einer riesigen, unaufhaltsambaren Armee, der alle fünf Königreiche Kelannas erorbert und das Ende mit seinem Tod bezahlt. Doch als die Wache die Insel Oxzini einnimmt, müssen Archer und Sefia sich entscheiden, ob sie sich in die Schlacht stürzen oder tatenlos zusehen, wie ihre Welt in Stücke gerissen wird.

Meine Meinung:

Erst einmal ist das Buch ein ganz schöner Brocken, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das Cover ist wunderschön gestaltet, obwohl mir der erste Band mit dem Gold am besten gefällt. Wunderschön ist auch die Aufmachung im Buch, kleine Rätsel, besonders gedruckte Seiten, usw. machen das Buch nicht mehr nur beim Lesen zum Erlebnis.
Der Einstieg ist eine Hommage an den ersten Band, beginnt das erste Kapitel doch fast mit dem gleichen Wortlaut.
Insgesamt ist die Stimmung im dritten Band sehr düster. Fast alle Charaktere haben eine für sie wichtige Person durch die Wache verloren oder sehen ihrem eigenen Tod entgegen.
Sefia versucht den ganzen Band über einen Weg zu finden, Archer zu retten und gleichzeitig die Wache ohne größere Verluste zu zerstören.
Zeitweise ist es etwas anstrengend, weil man sich immer im Kreis dreht. Sefia versucht dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen, letztendlich kommt sie da raus wo sie nicht hinwollte und so geht das die ganze Zeit und jedes mal weiß man, dass sie es nicht schaffen wird.
Aber gerade in diesem Band durchlaufen alle Figuren einen deutlichen Reifeprozess, sogar die Leute die schon erwachsen sind wie z.B. Kapitän Lee. Es gibt dem Leser ein zufriedenstellendes Gefühl, wenn sich eigentliche Gegner überwinden und sich einem gemeinsamen Ziel unterordnen: der Zerstörung der Wache.
Neben all dem gibt es am Ende noch eine andere Komponente, die das Buch so besonders und einzigartig macht. Der Originaltitel lautet "Storyteller" und genau dieser Charakter tritt in Erscheinung. Sefia kommuniziert direkt mit dem Erzähler und wird sich bewusst, dass sie letztendlich selber nur ein Charakter in einem Buch ist und deswegen alle ihre Handlungen auf ein Ziel hinauslaufen, auch wenn sie das nicht will. Ein genialer Schachzug der Autorin und gleichzeitig ein Merkmal des modernen Romans: die eigentlichen Grenzen in einem Buch werden aufgehoben und neue Erzählstile treten auf.





Impressionen:


"Es war einmal, doch es würde nicht immer sein."


"Von mir aus kuschele du nur weiter mit der Wand. So finden wir den Hort garantiert."


Fazit:



Auch wenn ich bis zum Schluss auf ein anderes Ende gehofft habe, war es doch ein zufriedenstellender Abschluss der Trilogie.


Autor:

Traci Chee studierte Literatur und Kreatives Schreiben in Santa Cruz und San Francisco. Sie liebt Buchkunst, Kunstbücher und Gedichte, versucht sich aber auch im Klavierspielen und der Eiermalerei. Mit ihrem blitzschnellen Hund lebt sie in Kalifornien. 


Reihe:

#1 Ein Meer aus Tinte und Gold
#2 Ein Schatz aus Papier und Magie
#3 Die Schlacht um Wörter und Blut